Die Paranoia möge ein Ende haben. Nachdem uns verschiedene Zuschauer glaubhaft versicherten, dass von den potenziell zu schützenden (wo vor eigentlich?) jungen Menschen sowieso keiner, das urtümliche Österreichisch des Autors, Dominik Steiger, versteht und uns ebendieser Herr Steiger so freundlich (siehe unten) die Erlaubnis erteilte, unsere Interpretation seines Werkes hier zu posten, tun wir das jetzt auch.
Lieber Herr Baksay,
Wo haben Sie dieses einzigartige Bubenstück von mir aufgetrieben? Ich habe keine Abschrift davon behalten und hielt die Sache für vergessen und erledigt.
Waren Sie am Ende damals in Museum in Schweizergarten unter den Zuhörern? Wie war denn noch der Titel der Veranstaltung, wissen Sie es? Und wer waren die anderen Teilnehmer?
Ich erinnere mich nicht an die weiteren Umstände, weiß bloß, dass ich provozieren wollte.
Ihr famoser Vortrag, den ich gestern abend gesehen habe, läßt mir keine andere Wahl, als Ihnen zu gestatten, das Unikum auf Ihrer Webside zu plazieren. Möge das schlimme Lehrstück keine bösen Folgen haben, für Sie, mich und altrui, sein Glück machen unter den verdrehten Menschenkindern der Erdmutter und die Frucht Ihrer Darbietung heilsames Lachen sein.
Übrigens fände ich es gut, Ort, Zeit und Titel der Veranstaltung im Schweizer Garten im Nachspann anzuführen.
mit freundlichen Grüßen
Dominik Steiger
Lieber Herr Steiger,
herzlichen Dank für Ihre großzügige Zusage und die freundlichen Worte.
Ihren Text fand ich in den 80er Jahren in der Kompilation “Mammut” des März-Verlags. Ich habe ihn nie als simple Provokation verstanden, sondern als zeitlose Tragödie des heiligen Wahnsinns von geradezu homerischer Wucht. Wie herrlich und erschütternd z.B. die Stelle, wo es auf einmal finster wird und die schwarze Kälte des Weltalls Ihren kleinen Helden zu verschlingen droht aber - oh Wunder! – die Mutter sich nur umgedreht hat.
Da unser bescheidenes Magazin und dessen Website für jedermann zugänglich sind, bin ich unsicher, ob ich den gesamten Film dort posten darf. Deshalb tease ich den Film nur kurz an und verweise dann auf Downloadmöglichkeiten für “verantwortungsbewusste Erwachsene”. Vielleicht bin ich aber unnötig paranoid…?
Nein, leider war ich nicht Zuhörer der Veranstaltung im Schweizergarten. Verstehe ich Sie denn richtig, dass Sie dort die “Mutti” vorgetragen und später vergessen haben? Dann hätte also jemand vom März-Verlag mitgeschnitten? Wer immer dieser gesegnete Mensch gewesen sein mag, ich wünsche ihm ein langes, erfülltes Leben und eine frohe Schar wohlgenährter Nachkommen, denn er hat ebenso weise gehandelt, wie der legendäre Zöllner, der dem Lao Tse seine Texte abgerungen hat. Gerne erwähne ich den Schweizergarten im Nachspann, wenn ich weiß, ob ich SIe richtig verstanden habe und wann das ungefähr war. 1970, ungefähr…?
Herzliche Grüße,
Gabor Baksay











Herzlichen Glückwunsch zu dieser mal wieder amüsant kritischen Darstellung.