Besser 1 Diskürschen als kein Diskürschen

Sehr gut: von Relais-Mastermind Wolfgang Roelen wird man nicht nur gemalt, sondern gelegentlich auch noch befeedbackt.

Ein Blick in Wolfgang Roelens ins Internet abgewanderte Anarcho-Post-Strukturalismus-Polit-Blättchens, Relais, bietet wissenswertes aus der Welt intellektuell hochwertigen Gelästers. Soeben erreichte uns eine Mail des Herrn Roelen, die wir hier zum Gegenstand eines kleines Morgenpostings machen möchten:
Lieber Gabor, lieber Frank
War damit nicht einverstanden: aus http://www.relais.de/forum/read.php?17,1809
*gb ätzt gegen “Exile on Main St.”*
In der ansonsten wieder lesenswerten, weil unterhaltsamen moviebeta-Nummer “07/09″ krittelt der Heft-Herausgeber auf Seite 25 an dieser für die Euregio herausragenden Ausstellung herum und findet “die Exponate nicht wirklich witzig”, “nicht wirklich gut gemalt”. In dem Heft bleibt Gabors Unfehlbarkeit aber nicht alleine, sondern wir haben ja auch noch den “Papst” auf den “bierfront”-Seiten mit seiner Abneigung gegen “sturzbetrunkene Gitarristen” (bzg. Bollock Brothers-Konzert im Jakobshof s. [www.relais.de ]). “Peinlich”, “peinlich” …
Grüße, Wolle

Danke lieber Wolle!
endlich ein Diskürschen. Ist so selten in unserer Stadt.
Bei Exile war die Ablehnung in den Tiefen meines Empfindungsreichtums nicht so eindeutig, wie es in dem kurzen Kalendertext (Moviebeta Juli – 14.7.) schien. Negativ war aber mein immer deutlicher werdende Gesamtresumee, weil der Erwartungsdruck sehr hoch war. Ist doch klar, das gerade solche gealterten Anrcho-Cowboys, die nie so ganz die große Kunstkarriere geschafft haben, meine allerhöchste Vorfreude anstachelten. Zucker und Copley liebe und verehre ich seit Jahrzehnten. Einzeln irgendwo aufgehängt, hätten deren Exponate bestimmt meine allerhöchste Verzückung ausgelöst. Aber so en masse als geballte Humorpackung erschien mir das Ganze dann oft zu ähnlich, zu vorhersehbar. Was natürlich auch den Nebeneffekt hatte, dass ich meine eigene Witzarbeit, die ja genau in der Tradition dieser Herren wurzelt, nachdenklich in Frage zu müssen glaubte. Ein längerer, analytischerer Text wäre sicherlich objektiver und der Sache gerechter geworden aber auch langweiliger.
Und eins ist doch klar, lieber Wolle, der Papst darf sowieso alles.
Viele Grüße, Gabor

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