Schamloser Raubtierjournalismus im Dienste der Profitmaximierung: die Bäckerblume
Anstand und Spielregeln gibt es in den Medien schon lange nicht mehr. Alles wird schamlos auf kurzfristige Gewinnmaximierung reduziert und der Mensch mit seinen Sehnsüchten, Begabungen und Emotionen kann auf der Strecke bleiben. Ein erdückendes Beispiel dieses eindimensionalen Zweckjournalismus liefert die sog. BÄCKERLUME (siehe auch unsere Streitschrift: Achtung, fertig, Butterbrot! auf dieser Website)
Auf dem Titelbild der aktuellen Ausgabe übernimmt ein unnatürlich geschminktes “Model” die Aufgabe, den Leser geschlechtlich aufzupeitschen und für weitere Verteilungskämpfe in der Arena des Raubtierkapitalismus anzustacheln. Der durch die Wulstlippen des “Models” und das unanständig üppig belegte Sandwiche mürbe gemachte Leser, wird am Ende zum willenlosen Spielzeug der Bäckereiindutsrie und ist bereit, sein Brotwissen zu testen. Auf der Strecke bleibt dabei der Kultur- und Bildungsschatz des Abendlandes.
Denn, statt “Brotwissen” aus den Konsumentenköpfen heraus zu pressen, sollten kostenlose Fachzeitschriften doch Herzensbildung und lehrreiche Parabeln der Menschheitsgeschichte in die Köpfe hinenpressen. Obwohl Lessings “Ringparabel” erwiesenermaßen zu den tiefsinnigsten Parabeln überhaupt gehört, steht in der Bäckerblume steht kein Wort davon. Warum auch? Die Besitzer von Bäckerei-Fachgeschäften interessieren sich doch einzig und allein für ihren Profit. Da kann die Gesellschaft ruhig weiter verrohen. Das Gemeinwesen aber, meine lieben Konditormeister, lebt aber nicht vom Brotwissen allein!
Wachsam bleiben!
(gb)










