Stichwort „Shock-Rock“. Sie sagen: Alice Cooper? Ozzy Osbourne? Alles nur eine gewindelte Säuglingsversion dessen, was GWAR auf die Bühne und unter das Volk bringen, und das sowohl musikalisch als auch in liquidem Zustand. In Zeiten, als sich Heavy Metal-Bands verstärkt in Spandexhosen und mit Hasch-mich-Gehampel auf der Bühne verdingten, in den verstörenden 80er Jahren also, starteten auch die fünf ausgewiesenen Außerirdischen ihren internationalen Siegeszug.
Der Legende nach gerieten die gestrandeten „Extraterrestrials“ einst in die Fänge eines abgehalfterten Musikmanagers, der sie ob ihres bizarren Äußeren nur allzu gerne auf die in musikalischer Eintönigkeit erstarrende Menschheit loszulassen gedachte. Dass damit auch ein gewaltiger Satireaspekt, das Lächerlichmachen und symbolische Dahinmetzeln zahlreicher ach so Prominenter sowie das Überzeichnen sämtlicher gängiger Metal-Klischees, gepaart mit einer Vorliebe für das übermäßige Versprühen sämtlicher Körperflüssigkeiten einherging, war womöglich weniger geplant?! Wer dahinter lediglich ein studiertes Künstler- und Musikerkollektiv vermutet, wird sich wohl eines Besseren belehren lassen müssen.
Dienstag | 13. Juli | 20 Uhr | Musikbunker










