Kartoffelsalat als Tatwafe – Klark Nova beim Beauty Contest
Es gibt erdigen Rock, und es gibt Klark Nova. Die sind echt marsianisch. Am 5. Juni bot das Wildrover die Gelegenheit zu einem Mars-Trip. Ja, es war ein heißer Tag. Tauben verbrannten auf den Teerdächern der Vororte und Kinder aßen ihre Fischstäbchen direkt aus dem Eisfach. Ein Scheißwetter für gute Termine. Aber verpassen wollte ich den „Bumerang aus der Schweiz“ auf keinen Fall. Unglaublich welche Bilderwelten ihre Musik in meinem Kopf erzeugt. Ich sehe Edgar Wallace minutenlang auf einem Kamel reiten; elegant, entspannt, schwarzweiß. Irgendwann tritt das Kamel dem alten Santana in die künstliche Hüfte, einfach so. Ich sehe einen Krimi, in dem Kartoffelsalat die Tatwaffe ist und Zappa der Mörder. Pures Kopfkino; endlich dringt vernünftiges Futter durch meine Ohren bis zu meinem mainstreamverdorbenen Magen. Nein, ich rauche keine großen Zigaretten. Ich höre nur Klark Nova, ehrlich. Ich lausche dem heiligen Bass, dem sirovicanten Gitarrenspiel und lasse mir von Drummer Schmalohr das Erhabene aus dem Arsch knüppeln (Ja, ich habe es tatsächlich geschrieben. Übrigens, ich esse gerne indisch…) Hanz (mit hartem -s-) Simons Gesang gießt sich wunderbar ins Bandgerüst. Bin positiv überrascht. Für mich der neue Mike Patton (von King Crimson erzählen mir zu viele). Die irische Bude war ziemlich voll (von wem war eigentlich der REWE-Einkaufswagen?) und eine Zugabe war auch noch drin. Musik für neugierige Ohren. Weitermachen!
der Suk










