“Ein höchst eigenständiger Blick, mit dem Marc Wendelski dem Betrachter die Welt als Wartehalle vorführt [...]” schreibt Dirk Tölke zur Ausstellung und trifft mit dieser schönen Formulierung, die sich in dem sehr empfehlenswerten, gut gestalteten und noch dazu kostenlosen Katalog findet, genau ins Schwarze. Wichtiger sind selbstverständlich die Bilder.
Wendelski (Belgier und in Lüttich lebend und arbeitend) arbeitet hart daran in seinen Fotos Schwebezustände zu erzeugen und entzieht auch den massivsten Motiven den Boden unter den Füßen. Dabei bedient er sich Tricks, die sonst nur der geplanten Inszenierung der Table-Top Fotografie vorbehalten sind. Da man richtig grosse Objekte aber nicht nach Belieben auf einer Tischplatte verschieben und ausleuchten kann, sucht Wendelski nach geeigneten Konstellationen und wartet. Auf das richtige Licht. Den richtigen Moment. Vermutlich meint Dirk Tölke genau das, wenn er weiter davon spricht, dass die Bilder – die auf den ersten Blick dokumentarisch wirken – “Keine Abbilder sondern Bild-Erzeugnisse [...]” sind.
Neben den Arbeiten fällt einmal mehr auf, was für einen schönen Raum für Kunst man hier in der Elisengallerie vorfindet, wenn man möchte.
Die Ausstellung ist noch bis zum 19.12.2009 in Raum für Kunst in der Aachener Elisengalerie zu sehen
Geöffnet : Di-Do 11-17, Fr 11-19, Sa 12-16










