Posted am 12.11.2008, 23:12 in Witzvorlage, Home, Allgemein von Gabor

Frühlings Erwachen in Linie 35

Wedekinds Pubertätsdrama „Frühlings Erwachen“ im Schulbus der Aachener Verkehrsbetriebe

frühling

Jetzt online: Paul Riemann als suizidaler Pimpf und Alessandra Ehrlich als pralles Leben

Kaum eine Kunstform ist so archaisch, lebensdurstig, bewegend, unterhaltsam und im tiefsten Mark dem Tode geweiht wie das Theater. Als Medium, das durch die intime Nähe von Darsteller und Zuschauer eigentlich die größte emotionale Intensität herstellen könnte, sind die meisten Theateraufführungen in ihrem verkrampften Kampf gegen die Konkurrenten Kino und Videospiele oft nur peinlich bemühte Versuche, die historische Krise des eigenen Mediums zu überspielen. Dabei meine ich gar nicht mal das unterhaltsame Gegacker des Boulevard - und auch nicht die greisenfreundliche Fleischbeschau des Musicaltheaters. Beides ist völlig in Ordnung und funktioniert sogar noch halbwegs. Jedenfalls sind 70 Euro für einen vernünftigen Platz in der Blue Man Group keine Fehlinvestition.Wirklich dem Tode geweiht sind aber diese bemühten Versuche ambitionierter Bühnen, ihren Bildungsauftrag zu erfüllen um dabei beinahe ausnahmslos zwei Dinge zu produzieren:1. Museale Selbstbeweihräucherung großer Mimen und deren „werkgetreuer“ Regisseure, die einfach so tun, als wäre nichts, als hätten wir immer noch die 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts und als würde sich irgendjemand noch für Fragen interessieren, ob z.B. „die Güllener“ Schuld auf sich geladen haben, und wenn ja, wieviel?2. Mühsam abgekupferte Besäufnisse „intellektueller Radikalpositionen“ wie man sie irgendwann in der Volksbühne mal gesehen hat (inkl. Schauspieler in schlecht sitzenden Second-Hand-Klamotten und mit eklig frisierten Fettfrisuren.) Weiter lesen »


[ Keine Kommentare ]

Posted am 11.09.2008, 19:02 in Rich Boy's Juvenile Flava, Witzvorlage, Home, Witzvorlage, Allgemein von Rich

Mein Täglich Trauma Gib mir Heute!

Oder: Sieh doch mal wieder Fern!

Familienidyll

Traumatisierte ADS-Spastis, kollabierende Rabenmütter, Schläge, Tränen, Artikulation am Rande der Walsprache - meine tägliche Seelennahrung in Form von Elendstourismus und voyeuristischem Seichtsein per TV. Die beschränkten Universen trostloser Sozialwohnungen bieten den idealen Kontrast für eine positive Neueinschätzung der eigenen Lebenslage. Wer sich zu fein fühlt ein paar sorglose Stunden RTL II zu genießen macht einen furchtbaren Fehler! Die hochkarätige Programmauswahl der B-Riege deutscher Privatsender bietet alles außer Gleitcreme für den ein oder anderen Abend voll animalisch-schamloser Masturbation und Selbstbeweihräucherung!


[ Keine Kommentare ]