Grußwort des Herausgebers
Nachdem wir im Septemberheft nicht einen sondern zwei Nachrufe auf “Christoph Schlingensief” geschrieben haben, gebührt dem großen Sohn Oberhausens konsequenter Weise auch das September-Grußwort.
Herr Schlingensief befindet sich nach den Lehren des Bardo Thödol nunmehr seit drei Wochen im sog. Zwischenzustand, genauer gesagt, im Stadium des Sipai-Bardo, das der erneuten Inkarnation vorausgeht. Wir begaben uns in die Tiefen des Raumes und haben nachgefragt.
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FREISPIEL
Da steht also wieder einmal einer dieser Abende an, für deren besonderen Verve die Raststätte zu Recht einen nahezu einmaligen Ruf in Aachen genießt: BINOCULERS stehen für zart schmelzenden Indie-Pop, live und nur dezent verstärkt auf der nicht vorhandenen Bühne. Berührend und entrückt. Dabei sind es eigentlich doch nur ein paar dezent instrumentierte kleine Songs, die Nadja Rüdebusch auf dem 2009 erschienen Album „Every seaman’s got a favourite spaceship“ zelebriert. Herausragend wird das Ganze dann durch den angenehm unaufdringlichen Gesang, der Gefühl ohne Pathos transportiert, sanfter Folk und flüsternder Pop tun ihr übriges zur Rundumverzauberung. Sie serviert sie dem Raststätten-Publikum das, was es zurecht und sehnsüchtig erwartet: Große Geste auf keiner Bühne, und das zum herrlich kleinen Preis. Unschlagbar. (ab)
Hallo Uerdingen, ein Stadtmagazin, wie es sein soll: jung, clever und nur dem eigenen Gewissen verpflichtet. Das mutige Cover lässt neben postmoderner Munterkeit durchaus besinnliche Töne anklingen. Die Vergänglichkeit allen Seins ergibt – wenn auch nur als Werbeanzeige – ein packendes Titelmotiv und lässt auf das hohe Niveau der Blattmacher schließen. Andere Publikationen können sich von diesem kompromisslosen Ernst “Hallo Uerdingens” ruhig eine Scheibe abschneiden. Wenn nicht, wird “wird Ihnen” schon geholfen. (gb)
U … u u… uugh … uughuughUUUGH U21 goes to Hollywood!!!! Ein weiter Weg für die Menschheit von den schreienden, mörderischen Affen aus Kubricks „2001“ bis zum „U21 Theaterclub“ im Mörgens. Weiter lesen »
Karl Walter Sprungala und Elke Borkenstein auf dem Weg zum Von-Halfern-Park
Das Interview wurde in der MOVIEBETA-Print-Ausgabe leicht gekürzt. Hier nun etwas kompletter:
Es könnte alles so schön einfach sein: die diesjährige Kurt-Sieder-Preisträgerin Elke Borkenstein besitzt die „manchmal beunruhigenden Ausstrahlung einer selbstbestimmten und selbstbewussten Frau“, wie Laudator Guido Rademachers versichert und Karl Walter Sprungala ist laut der Kuratoriumsvorsitzenden Annette Bosetti „umwerfend komisch, tiefgründig, geschmeidig in Körper und Geist“. Weiter lesen » [ Keine Kommentare ]
Für immer gezeichnet: Der aufmerksame Bauarbeiter Urs P. nach seinem historischen Fund
„Ich kann es immer noch nicht fassen.“ Die Hände des Düsseldorfer Professors Rhadi Lichpeiner zittern vor Aufregung. In ihnen hält er einen knapp ein Meter langen, leicht gebogenen Stock. Restspuren einer farbähnlichen Substanz lassen den Gegenstand mehr als „nur einen Ast“ sein. Schaulustige blicken ihn zweifelnd an. Für den Professor besteht jedoch kein Zweifel: „Was wir hier sehen, ist das Urmodel einer Garderobe, ein habitus floccus, der Kleiderständer unserer Urväter.“ Weiter lesen »
Hey Leute, klar lasse ich mich von PR-Drückern mit “Hey” anfrienden - schließlich sind wir doch alle endgeile Internetprols mit Mangel an aufgebitchten Gürtelschnallen.
Die PR-Artists “der Edin” und “die Eule” labern mir “pünktlich zur WM” krasses Zeug über “Selbstverwirklichung auf Gürtellinie” in die Mailbox. Und das natürlich, weil wir unter uns und so coole Medienmacker sind, in voll trendy-Jugendsprache. Das schleimt krass: “PM: Weltneuheit - Die (R)evolution der Gürtelkultur und eine wilde WM.” Weiter lesen »
Die Paranoia möge ein Ende haben. Nachdem uns verschiedene Zuschauer glaubhaft versicherten, dass von den potenziell zu schützenden (wo vor eigentlich?) jungen Menschen sowieso keiner, das urtümliche Österreichisch des Autors, Dominik Steiger, versteht und uns ebendieser Herr Steiger so freundlich (siehe unten) die Erlaubnis erteilte, unsere Interpretation seines Werkes hier zu posten, tun wir das jetzt auch.
Lieber Herr Baksay,
Wo haben Sie dieses einzigartige Bubenstück von mir aufgetrieben? Ich habe keine Abschrift davon behalten und hielt die Sache für vergessen und erledigt.
Waren Sie am Ende damals in Museum in Schweizergarten unter den Zuhörern? Wie war denn noch der Titel der Veranstaltung, wissen Sie es? Und wer waren die anderen Teilnehmer?
Ich erinnere mich nicht an die weiteren Umstände, weiß bloß, dass ich provozieren wollte.
Ihr famoser Vortrag, den ich gestern abend gesehen habe, läßt mir keine andere Wahl, als Ihnen zu gestatten, das Unikum auf Ihrer Webside zu plazieren. Möge das schlimme Lehrstück keine bösen Folgen haben, für Sie, mich und altrui, sein Glück machen unter den verdrehten Menschenkindern der Erdmutter und die Frucht Ihrer Darbietung heilsames Lachen sein.
Übrigens fände ich es gut, Ort, Zeit und Titel der Veranstaltung im Schweizer Garten im Nachspann anzuführen.
JA, ich war so stolz auf meinen neuen Hamster Ted Bundy-Kachelmann. Er ist auch zutraulich und kommt auf die Hand, ist hektisch, neugierig und verspielt. Ich guck heut so auf den Käfig. Hängt da so an 1 Gitterwand ein zerrupftes, weiß-graues Etwas. Weiter lesen »
Jetzt ist Schluss: In Zukunf müssen unbotmäßige Seelenhirten mit der Task Force Kardinal Feisners und der eisernen Faust des hl. Honorius rechnen
Köln Sie hatten Freudentränen in den Augen. Tausende Nonnen, Priester und Gläubige versammelten sich am Kölner DuMont-Carrée und sangen gemeinsam das Lied: „Hier winkt dem reuevollen Sünder / dein Vaterblick Vergebung zu.“ Endlich hatte der Kardinal – ihr Kardinal! – die Worte gefunden, um den hässlichen Diskussionen der letzten Monate ein für allemal ein Ende zu setzen. Während einer eilig einberaumten Bischofskonferenz, hatte Kardinal Feisner verkündet und feierlich geschworen „bei allem, was ihm heilig ist“, dafür zu sorgen, die Missbrauchsfälle in naher Zukunft, auf das absolut notwendige Minimum zu begrenzen. Weiter lesen »