Lokma (Pt.II)
Nur Morty Addams weiß, wo die Alpträume wohnen

Qualvolle Trugbilder quallenhafter Exkommilitoninnen samt Brut werfen bedrohliche Schatten
Ich sitze da draußen und schlecht ist mir grad nicht; schon gewahre ich eine dicke Frau. Die war auch noch in meiner Schule und ging in der Oberstufe mit mir in eine Klasse. Ich grüße und sie kapiert es nicht. Ich rücke schnell in Deckung. Sie ist so stämmig und weiß, die Frau, hat dazu rote Haare und einen Pagenschnitt. Ihre festen Brüstchen hat sie unter dem T-Shirt in rosé in einen zu engen BH gequetscht und sie trägt eine Hüftjeans, aus der beim Bücken die schwarzspitzene Unterhose herausschimmert. Sie bückt sich oft, ja geradezu permanent zu zwei ebenso dicken Kindern. Eins sitzt im Wägelchen und ein anderes sitzt eisessend, nein, quarkessend auf der Holzbank. An den Füßen trägt die dicke Frau Trekkingsandaletten in blau, aus denen vorne die Zwehen rosélackiert herausstaken und sich bei jeder Bewegung verkrampfen bzw. hochzucken. Geschäftig textet die Frau auf den kleinen Jungen und das größere Mädchen ein; die Kinder sehen aus wie sie, weiß und rötlich und schwitzig. Zu all ihrem Gebaren und ihrer Hektik trägt die Frau einen rosalila Scoutranzen auf dem Rücken und telefoniert laut schreiend mit dem Handy und sagt, die Juliane ist müde und hat wohl ihre Schere beim Modellbau vergessen und ach, gleich kommt ja der Papa! Schließlich kündigt sie den Kindern an, sie gehe nun zahlen! Dann gingen sie in die Stadt! Als Stille ist, endlich, sehe ich sie noch selbstbewußt wagenschiebend von dannen ziehen und meine Speise kommt. Die würge ich mir rein.

