Lehmkötter und das bittersüße Geheimnis der Krauses 2/undendlich

Ein kriminal-erotischer Fortsetzungsroman in etlichen Teilen. Von Jo Siemon

Was bisher geschah: (siehe Teil 1)

Teil 2

Als Lehmkötter die Tür öffnete, sah er sich seiner völlig aufgelösten Mutter gegenüber. Jemand musste sie mit hochkonzentrierter Salzsäure übergossen haben. Schweinerei das! Wer war nur zu solch einer Tat fähig? Sein Vater war schon lange tot und er selbst hatte ein lupenreines Alibi…
Als hätte er nicht schon genug zu tun! Ein Butzenglasauge war alles, was von ihr übrig geblieben war. Rasch ließ er es in seiner Jacketttasche verschwinden. Was war jetzt zu tun? Polizei oder Putzkolonne? Pershing oder Paternoster? Parka oder Poncho? Lehmkötters Gedanken wirbelten wie wild durch seinen eindrucksvollen, klassizistischen Schädel.

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Schließlich beschloss er das zu tun, was er immer zu tun pflegte, wenn kein Land in Sicht war: pimpern! Er machte auf dem Absatz kehrt und begab sich im Stech(sic!)schritt(sic!) zurück ins Zwiebeltürmchen(sicsicsic!!!), wo er Lady Krause ohne Umschweife die Fäustlinge herunterzutzelte. Diese aber war, wohl aufgrund des Anblicks der soeben verflossenen Dame, nicht gerade das, was man rallig nennt. Dieses ZivilistInnengezicke war etwas, das den Ex-Korvettenkapitän derart nervte, dass er sich für ein halbes Stündchen auf dem Klo einsperrte und weinte.
Da, plötzlich fiel ihm etwas ein: woher kam die rote Flüssigkeit, die kurz zuvor durch die Türritze gequollen war? Blut war es wohl nicht, denn die Säure hatte seine gute Frau Mutter binnen kürzester Zeit verdampft. Erneut begutachtete er den Tatort. Ausser dem Muttermatsch gab es tatsächlich noch etwas anderes: Scherben, einen Flaschenhals und ein Etikett. Nachdem er alles wieder zusammengepfriemelt hatte, bestand kein Zweifel mehr. Es handelte sich um die Überreste einer Granatapfelsaftschorlenflasche!
Bei dem Gedanken, seine Mutter würde so etwas jemals freiwillig getrunken haben, lachte er unwillkürlich laut auf: HARRHARRHARR GNNNRRZ HIHIHIHIHIHI BOAHA EIJEIJEIJEIJEI BRRRRMPF HAAYAA HAHA.
Nein. Seine Mutter war promovierte Diabetikerin. Also konnte nur der Täter diese Flasche verloren haben!
Hoppla, die Sache wurde langsam richtig spannend. Und wohin war denn jetzt nun wieder Lady Krause verschwunden?

Versuchen Sie auch den dritten Teil zu lesen, der sich in Kürze ebenhier materialisieren wird!

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