Buchmesse Frankfurt… Blablabla…total wichtige Neuerscheinungen, …blablabla…., elektronische Medien, …Verlage, …blablablabla, …blabablaba, ………..Hörbücher, …………..blababla, Rekorde, …., Besucherzahlen,…… bräh……………………..hastenichgesehen…………………………………, Verkaufen……………………………………………., blababla……………………………………………………….blablabla.
Richtig interessante Literatur findet sich jedoch vor allem in kleinen, verstaubten Antiquariaten und verkommenen heimischen Bücherregalen. Heute wollen wir unser Augenmerk auf eines der dreihundertsiebzigseitigsten Werke der Weltliteratur, den 1956 erschienenen Tatsachenbericht “Verdammter Atlantik”, von Hans Herlin richten. Das Buch (Neuausgabe von 2000) ist rot und handelt offensichtlich von U-Bootfahrern des Zweiten Weltkriegs, unter anderem auch vom Kommandanten von U 852, Kapitänleutnant Heinz Heck.

Fotogen und ästhetisch: Hans Herlins Tatsachenbericht
Das alles klingt wenig interessant und ist mit einigen Schwarzweißabbildungen geschmückt. Wegweisend ist allerdings der Titel “Verdammter Atlantik”, der sich jetzt schon in der Topliste der meeresbeleidigenden Buchtitel ein frischgebackenes Plätzchen erobert hat. Leider konnte Herlin in seinen späteren Werken diese Qualität nicht halten. So ist es die Aufgabe einer neuen Generation von Schriftstellern, endlich auch die Titel “Saublöde Nordsee”, “Verfickter Indischer Ozean”, “Arschloch Südpazifik” und “Beklopptes Mittelmeer” zu schreiben und zu veröffentlichen.
Hartmut Heil










