
Zu den unangenehmen Phänomenen, die mit der Erstellung eines teilweise leicht humoristischen Blättchens einhergehen, zählt, dass jeder dahergelaufene Mitmensch einen von seiner eigenen unglaublichen Lustigkeit überzeugen möchte. Das nervt! Besonders, wenn man für teures Geld eine aufwendige Geburtstagstorte zum fünfundzwanzigsten Jubiläum bestellt und der zuständige Konditormeister “aus Versehen” einen “Tippfehler, hahaha” “eingeschmuggelt, hihihi” hat. Eine solche Art von “Humor” ist nicht nur überflüssig, sondern auch peinlich, da sie nicht im Entferntesten mit unseren “schrägen Witzen mit abenteuerlichen Pointenverschiebungen” (U. Pesch) verwandt ist. Gut gemachter Jubiläumshumor, der den Leser auf gewiefte Weise überfordert, bei dem ästhetische Stilsicherheit und die Bereitschaft, im metaformalen Bereich die Grenzen des technisch Machbaren bis zur bittersüßen Neige auszuloten, eine würdige und erhabene Ein- und Vielheit ergeben, sieht dagegen genau so aus:

Merken Sie sich das, Herr Konditor!
Hartmut Heil











